Eine Freundschaft, die die mykologische Gesellschaft von Montataire gründete

Bei einem Waldspaziergang im Jahr 1945 entstand zwischen zwei Freunden die Idee, einen Verein zu gründen. Irénée Bas und Raymond Bertault gründeten daraufhin die Société Mycologique de Montataire, die in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen feiert.

Irénée Bas war ein leidenschaftlicher und neugieriger Mensch, und seine Interessen waren vielfältig: Pilze natürlich, aber auch Mineralien oder das Tauchen. Irénée blühte in diesen Bereichen, die ihn faszinierten, auf, denn er archivierte, datierte und beschriftete die meisten Dokumente und Funde, die er machte, und verwandelte sein Büro in eine wahre Höhle der Erinnerungen und des Wissens. Irénée war auch ein militanter Mensch, der sich in der CGT engagierte und 24 Jahre lang als Stadtrat für die Stadt tätig war. Bis zu seinem Tod nahm er am deutsch-französischen Austausch teil, da er selbst während des Zweiten Weltkriegs vor der Zwangsarbeit in Deutschland geflohen war.

Raymond Bertault war ein Apotheker, der, nachdem er Montataire und den von ihm gegründeten Verein verlassen hatte, zu einem anerkannten Namen auf dem Gebiet der Mykologie wurde. Raymond sah mehrere seiner Artikel veröffentlicht und beteiligte sich an der Erstellung des Buches "Flore des champignons supérieurs du Maroc" (Flora der höheren Pilze Marokkos). Später wurde er zum Ehrenvorsitzenden von Kongressen in Kopenhagen und Perpignan sowie von mehreren mykologischen Gesellschaften in Frankreich ernannt. Schließlich wurde er mit dem Titel Commandeur des palmes académiques (Kommandeur der akademischen Palmen), dem höchsten Rang, ausgezeichnet.

Eine Hommage an leidenschaftliche Menschen

Das 80-jährige Jubiläum der Société Mycologique de Montataire ist eine gute Gelegenheit, an ihre verstorbenen Gründer zu erinnern. Irénée Bas und Raymond Bertault waren zwei leidenschaftliche Männer, die für das Teilen von Wissen und Engagement lebten.

Montataire ist in einem erfüllten Leben mit einem weißen Stein markiert. "
Raymond Bertault an Irénée Bas während eines ihrer Briefwechsel.

Heute setzen die zahlreichen Mitglieder des Vereins ihr Werk fort, indem sie das Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner an der Pilzkunde fördern.